Rente - im Alter gut versorgt
Wie entsteht Armut im Alter?
Das Problem der Altersarmut beschäftigt bedingt durch die staatlich geförderte Ausweitung des Niedriglohnsektors und einen über Jahre anhaltenden hohen Stand der Arbeitslosigkeit breite Kreise der Gesellschaft.
Der als großer Erfolg gefeierte Abbau der Arbeitslosigkeit führte hauptsächlich zur Ausweitung des Niedriglohnsektors und nur zu einem geringen Teil zu fair bezahlten Jobs am 1. Arbeitsmarkt.
Für den Staat bedeutet das die Zahlung von Hilfe zum Lebensunterhalt und für die Betroffenen niedriges Gesamteinkommen, das durch steigende Nettobelastungen oft trotz Vollzeitjob ein stetig sinkendes Lebensniveau bedeutet. Eine private Altersvorsorge ist dann unmöglich.
Eine auskömmliche Rente kann mit den Pflichtbeiträgen aus einem Niedriglohnjob auch nicht aufgebaut werden. Altersarmut ist vorprogrammiert.
Auf der Tagung des DGB und der Hans- Böckler- Stiftung am 22. 12. 2007 „Sozialpolitische Herausforderungen in der Alterssicherung gestalten“ hat Annelie Buntenbach, Geschäftsführender Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes Vorschläge zur Vermeidung von Altersarmut gemacht.
Sie begründete dies mit den Folgen der Entwicklung am Arbeitsmarkt und den bisherigen Renten- und Sozialrechtsreformen und nannte z. B. die dramatische Entwicklung in Ostdeutschland, wo die Zahl der Männer, die weniger als 600 Euro Rente beziehen von 4% auf 28% und die der Frauen von 18% auf 35% steigen wird.
Das und weitere Fakten belegen, dass Altersarmut zu einer Massen- Erscheinung im reichen Deutschland wird, wenn nicht geeignete Gegenmaßnahmen getroffen werden.
Nach wie vor ist die Hauptquelle für die Altersversorgung der Ruheständler die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Die gesetzliche Rente steht aber schon lange vor großen Problemen. Parteiübergreifend fordern Politiker und Ökonomen die Bevölkerung daher auf, zusätzlich selber vorzusorgen. Doch die Vielzahl der Angebote macht es dem Einzelnen nicht leicht, sich einen Überblick zu verschaffen und oft endet er in den Händen von Versicherungsvertretern, die nicht immer nur das Interesse ihres Kunden im Sinn haben.
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